Bruder Konrad, Patron der Bundespolizei

Konrad von Parzham, geb. am 22.12.1818, arbeitete zunächst als Landwirt und trat erst spät bei den Bayerischen Kapuzinern ein. Er legte 1852 seine Profess in Laufen ab. Mehr als 40 Jahre war er vorbildlicher Pförtner im St. Anna-Kloster von Altötting. Ihn zeichneten tätige Nächstenliebe an den vielen Pilgern aus, besonders nahm er sich der Armen, Kinder und Handwerks- burschen an. „Bruder Konrad“ starb am 21.4.1894 und wurde 1934 heiliggesprochen.
Weitere Daten und Lebensbe- schreibungen finden Sie   hier












Seit 2006 lädt die Bundespolizeiseelsorge, namentlich Pater Rainer Klostermann (Bayreuth) und Pater Gabriel Wolf (Deggendorf) an jedem ersten Samstag im Mai zu einer Wallfahrt nach Altötting ein. Zur Wallfahrt am 07.05.2011 finden Sie hier Informationen.


Warum wählte sich die BPOL Bruder Konrad zu ihrem Patron?
Wie der Klosterpförtner Konrad arbeiten auch die Beamten der Bundespolizei an Schnittstellen von „außen“ und „innen“, an Brennpunkten. Sie kommen bei ihrem breitgefächerten Dienst mit verschiedenen Menschen zusammen, die Anliegen haben oder ihre Hilfe brauchen. Hier wie dort wirkt sich eine Haltung der Wertschätzung des Gegenüber, der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft positiv aus. Bruder Konrad, der mit beiden Beinen im Leben stand, hatte ein Gespür für die angemessene Reaktion in schwierigen Situationen. Dies leisten unsere Polizeibeamten, die u.a. für Sicherheit und Ordnung bei Großveranstaltungen wie der WM 2006 verantwortlich sind, täglich. Daher kann ihnen der hl. Bruder Konrad beruflich wie privat ein guter Fürsprecher sein.


Polizeioberkommissar Harald Marfi schickte
uns seine Gedanken:

Auch wir Bundespolizisten treten am Beginn unseres Berufslebens in eine Gemeinschaft ein, zu der wir „auf Lebenszeit“ gehören. Der Beruf des Polizisten ist sicher mehr als ein Job, er ist ein Dienst für die Allgemeinheit „rund um die Uhr“, der durchaus einer Berufung nachkommt und in dem wir eine Vorbildfunktion haben. Wo wir unseren Dienst auch leisten, ob an der Unterkunftswache, einem Grenzübergang, am Flughafenterminal oder in einer Botschaft, am Bahnhof oder vor einem Schutzobjekt – wir stehen „an der Pforte“, und zu uns kommen die unterschiedlichsten Menschen: Sie wollen unser Land besuchen oder verreisen, suchen Schutz und Hilfe in einer Notsituation oder einfach nur eine Auskunft, sie benötigen schnell noch ein Visum, suchen den richtigen Bahnsteig oder möchten eine Anzeige erstatten. Zur Erfüllung unserer Aufgabe benötigen wir nicht zuletzt viel Menschenkenntnis – modern ausgedrückt: hohe soziale Kompetenz –, die sich auf der Grundlage einer bodenständigen, werteorientierten Weltanschauung entwickeln kann. Es gibt viele Parallelen zwischen dem Leben von Bruder Konrad und unserem Dienst: So empfiehlt sich Bruder Konrad als Schutzpatron der Bundespolizei.


Einen Bericht über unsere Altötting-Wallfahrt 2007 können Sie
hier nachlesen